Nicht nur im Bereich des Residential Internet Access werden die Bandbreiten immer höher geschraubt, auch bei den Providern muss stetig ausgebaut werden.
Wir haben, den Auswertungen über die letzten 12 Monate hinweg zufolge, die Auslastung unserer bestehenden Anbindungen etwas mehr als verdoppelt.
Bereits im Herbst 2008 haben wir zusätzliche Kapazitäten angemietet, und nun steht bereits der nächste ein Ausbau an:
Unser aktueller Core Router in Basel, ein mittlerweile etwas in die Jahre gekommener Cisco 7206-NPE-G1, bewältigt zu Spitzenzeiten bis zu 600 Mbit/s Traffic.
Grund genug, hier auf etwas zeitgemässeres Equipment zu setzen.
Nach vorangengangenen Tests mit den kleiner dimensionierten Geräten aus dem Hause Brocade (vormals Foundry Networks) und Produkten aus dem Hause Cisco, diversen Beratungsgesprächen, dem obligaten umhören, womit denn andere Provider aktuell ihre Backbones betreiben, und nicht zuletzt auch einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis, haben wir uns schliesslich für einen Brocade NetIron XMR 4000 entschieden.
Und so sieht das neue Schmuckstück aus:

Der neue Router ist mit redundanten Power Supplies und Management-Interfaces bestückt, entgegen der Abbildung jedoch erst einmal nur mit einem 20-Port Fiber-Optic Modul.
Das Gerät ist aufrüstbar mit 10-Gigabit-Modulen, und erzielt dank der hardware-gestützten Routing-Engine einen L3-Durchsatz von bis zu 280 Gbit/s (480 Gbit/s im L2-Mode).
Dies dürfte mehr als ausreichend Leistungsreserven für künftiges Wachstum bieten.
Aktuell wird der Router im Labor auf Herz und Nieren durchgetestet, so dass wir ca. Mitte April an die Impementierung schreiten können.
Ein leistungsfähiger Core Router allein reicht jedoch bei weitem nicht aus, solange die Verbindungen zu den Standorten nicht ebenfalls ausreichend bemessen sind.
Bis anhin wurde erst die Strecke Allschwil – Basel mit Gigabit Ethernet (über Darkfiber) erschlossen. Die Strecken Allschwil – Zürich und Basel – Zürich laufen immer noch auf 155 Mbit/s (STM-1) und 200 MBit/s (Ethernet, L2-Service über Darkfiber), wobei auch hier absehbar ist, dass dies in Zukunft nicht mehr ausreichend sein wird um den Peak-Traffic zu bewältigen.
Daher werden wir in einem weiteren Schritt, vorgesehen für Mai 2009, die Strecke Basel – Zürich auf eine eigens angemietete Darkfiber umrüsten, wonach wir mit dem passenden Equipment für den Anfang 2 x 1 Gbit/s übertragen können. Dadurch wird auf der Hauptachse Basel – Zürich ebenfalls genug Kapazität für die nächsten fünf Jahre zur Verfügung stehen.
Etwa im Herbst 2009 wird die nächste Bewertung der Situation mit der Umsetzung allfälliger Ausbauten erfolgen.
Aktuelle Informationen zur Netzauslastung sind übrigens jederzeit auf unserem Network Weathermap ersichtlich.
Impressionen aus dem Lab
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XMR 4000 – just out of the box… |
| Zwei Power Supplies, ausgestattet mit 16A-Netzsteckern für redundante Stromzufuhr, im Labor etwas sinnfrei an der gleichen Stromleiste angeschlossen. | ![]() |
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XMR4000 beim ersten Start, Ausgabe der Systemmeldung über eine serielle Verbindung zum Notebook. |
| Ein Blick aus der Nähe.
Oben: Das Fiber-Optic Modul (20 x 1 Gbit/s), wo bereits sechs Mini-SFP GBICs eingesetzt wurden. Unten: Das Management-Modul. Unten rechts: Freier Platz für das zweite Management-Modul (Lieferrückstand). |
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